Zenische Künste — Chadō (Teezeremonie), die Kunst des Kochens und Sumie (Tuschmalerei) — sind Wege, auf denen sich die Grundprinzipien des Zen in der Tätigkeit manifestieren. Jede ist ein Weg (Dō, 道) für sich: eine disziplinierte Praxis der Gegenwart, der Einfachheit und der direkten Aufmerksamkeit auf das, was ist. Nicht Kunst als Selbstausdruck, sondern Kunst als Vergessen des Selbst.
Im Chadō wird jede Geste des Zubereitens, Servierens und Empfangens von Tee auf ihr Wesentliches reduziert. Es gibt keinen Ausführenden und kein Publikum — nur die Handlung selbst, vollständig gegenwärtig in ihrem Augenblick. Dieselbe Qualität des Geistes durchdringt die stille Aufmerksamkeit des Tuschmalers, der den Pinsel beobachtet, und den Koch, der mit vollständiger Sorgfalt das Feuer hütet und das Gemüse schneidet.
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